Lebensbericht Sina Berlin

Am 09. 1. 2001, mit 22 Jahren, beging ich den schlimmsten Fehler meines Lebens: ich tötete mein eigenes Kind durch Abtreibung.

Seit meiner Kindheit glaube ich an Gott, aber ich hatte ein ziemlich verdrehtes Bild von ihm: er war für mich ein strafender Gott, der mich mit seinen Geboten einengen und maßregeln will und weit entfernt ist. Ich habe nach den weltlichen Maßstäben gelebt und meinen Wert und mein Glück nicht in Gott, sondern woanders, zum Beispiel bei Männern gesucht. Ich hatte viele Beziehungen, leider hielt keine lange. Und dann wurde ich ungewollt schwanger! Nach dem ersten Schock freute ich mich eigentlich und entwickelte schon Muttergefühle. Wieso ich mich trotzdem zu einer Abtreibung entschied?

Die vielgepriesene „Freiheit“ der Frau, allein über „ihren“ Körper bestimmen zu können, stürzte mich in einen tiefen Konflikt. Allein dass die gesetzliche Möglichkeit für eine Abtreibung bestand, beeinflusste mich stark. Und rückblickend bin ich überzeugt, dass ich in dieser Zeit zur Zielscheibe von Gottes Widersacher wurde, der meine wunden Punkte nur allzu gut ausnützte, z. B. dass ich mich selbst nicht liebte und mein Vertrauen in Gott gering war. Der ausschlaggebende Grund für die Abtreibung war dann letztlich die Angst, als alleinstehende Mutter mein Kind mit meiner Liebe zu erdrücken. Obwohl ich vorher Frauen, die abgetrieben hatten absolut verurteilte und ich mir nie vorstellen konnte, dass ich so etwas jemals fertigbringen würde, tat ich es doch!

Danach verdammte ich mich selbst für meine Tat. Ich wollte bestraft werden! Es folgten viele Jahre, in denen ich mich innerlich leer fühlte und mein Kind enorm vermisste. Ich litt immer wieder an Depressionen und dachte, ich hätte mein eigenes Leben, mein Glück für immer zerstört. Den Anblick von schwangeren Freundinnen oder von Kindern im gleichen Alter, in dem mein Kind auch gewesen wäre, konnte ich nicht ertragen. Jahrelang plagten mich Weinkrämpfe und Alpträume.

Gott zeigte mir mehrmals durch einschneidende Erlebnisse, dass er mir längst vergeben hatte. Doch erst neun Jahre nach der Abtreibung schaffte ich es endlich, seine Vergebung und Liebe auch anzunehmen. 2011 übergab ich ihm mein Leben ganz. Nach und nach lernte ich Gott ganz neu kennen: als einen liebenden Vater, der mir sehr nahe ist, und dessen Liebe zu mir niemals und durch nichts endet (Römer 8,35-39). Er verdammt mich nicht, sondern vergibt mir alles, wenn ich ihn darum bitte!

Früher habe ich mir aus Gottes Wort nur herausgepickt, was für mich passend schien. Gott war für mich eine Hilfe, aber lenken wollte ich selbst. Ich verstand auch nicht, dass die Gebote mich vor Leid schützen sollten. Ich erdreistete mich, klüger als Gott sein zu wollen und selbst über Leben und Tod zu entscheiden. Die Konsequenzen waren furchtbar – und das hätte Gott mir um jeden Preis ersparen wollen!

Doch Jesus hat mich wiederhergestellt. Er hat mich von Alpträumen, Schmerz und Verdammnis geheilt! Ich weiß nun, dass mein Kind bei ihm ist und er es mir in die Arme legen wird, wenn ich einmal in Ewigkeit bei ihm bin. Es ist ein süßer Junge, den ich Antonio genannt habe. Wenn ich jetzt kleine Kinder sehe, freut sich mein Herz und ich kann echte Liebe für sie empfinden.

Mein Leben ist nicht verpfuscht. Gott macht aus meinen Fehltritten, auch diesem für mich sehr gravierenden, etwas Gutes. Er hat mir gezeigt, dass er durch mich das Leben vieler ungeborener Kinder retten will. Und schon jetzt hat er meine Vorstellungen davon, wie das geschehen soll, übertroffen. Das Leben mit ihm wird fortwährend immer spannender! Meine Worte reichen nicht aus, um Jesus zu danken!

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