Lebensbericht Svatka

 

"Was??? Schon wieder schwanger? Oh nein, das kann nicht sein, wie soll es gehen?"
Zwar verheiratet, aber in einem fremden islamischen Land, ohne Familienanschluss außer meinem Ehemann und zwei kleinen Kindern! Außerdem muss ich arbeiten, ein Gehalt reicht in der Heimat meines Mannes nicht...Ich schaffe das nie, ich muss schnell eine Lösung finden, schnell!
Gott sei Dank, meine beste Freundin bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass die Lage unmöglich sei. Sie gibt mir eine Adresse zur Lösung des Problems, da sie selbst schon diesbezügliche Erfahrungen gemacht hatte.

Es gibt keine andere Möglichkeit; Hauptsache, es geht schnell! Mein Mann sagt nur: "Mach, was du willst, es ist deine Entscheidung!"

Ich will keine Details über das Eingreifen hören, mir keine Gedanken machen, die nette Gynäkologin ist sehr verständnisvoll und kompetent, alles verläuft schnell und glatt. Dann ist es vorbei, das Leben geht weiter: Beruf, Kinder, Ehemann, Haushalt...alles scheint wieder in Ordnung.

Mehr als dreißig Jahre sind nun schon seit dem Tag vergangen, an dem ich mich auf den Operationstisch legte, um etwas von meinem Bauch entfernen zu lassen, was ich damals nur als einen Haufen von Zellen betrachtete...

Wie harmlos und folgenlos war dieser Eingriff? Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, sehe ich mit Schrecken so viel seelisches Leid...! Hätte ich mir das ersparen können, wenn ich mich damals anders entschieden hätte?

Ich hatte damals scheinbar keine unmittelbaren PAS Symptome, jedoch ein paar Jahre später, als meine kleine Welt sehr stark erschüttert wurde, brach bei mir eine schwere psychische Krankheit aus. Andauernde hartnäckige Schlafstörungen konnten nur durch schwere Medikation und durch Krankenhausaufenthalte beseitigt werden; darauf folgten schwere Depressionen. Besonders schrecklich war, dass sich dieses Krankheitsbild ständig wiederholte, wobei die Erholungsphasen immer kürzer wurden. Während der Depressionen wurde ich durch Schuldgefühle extrem geplagt und mein Leben erschien mir hoffnungslos...
Diese schwere Phase meines Lebens dauerte 14 Jahre.

Eines Tages traf ich wieder eine Entscheidung, meiner Meinung nach die wichtigste meines Lebens. Ich hatte die Adresse des besten Psychologen der Welt und aller Zeiten gefunden und ihm meinen Fall anvertraut. Nicht nur meine Krankheit sondern auch mein Leben legte ich in seine Hand, weil kein anderer mich besser kennt als Er und kein anderer im Stande ist, mir wirklich zu helfen.
Vielleicht habt ihr schon eine Ahnung, wen ich meine. Ja, es geht um den allmächtigen Gott und Schöpfer des Universums. Wer sonst könnte uns Menschen besser kennen als der, der uns geschaffen hat und wer könnte uns besser helfen als Er. In Folge dieser Entscheidung wurde der Teufelskreis der Krankheit durchbrochen und ein Heilungsprozess begann.

Wie lange dauert die Heilung einer physischen Wunde, die man sehen kann? Sie geschieht nicht in einem Augenblick, es braucht Zeit. Ich bin sicher, die Heilung einer verwundeteten Seele braucht Zeit. Wer kann die Seele und ihre Wunden sehen? Was mich betrifft, ich wusste nicht einmal, dass ein Zusammenhang zwischen meiner Abtreibung und meinem seelischen Leiden sein könnte. Woher kamen diese heftigen Schuldgefühle, das Selbstanklagen, Gefühle von Versagen, Hilfslosigkeit, Unfähigkeit, Unwürdigkeit...?

SaveOne Konferenz 2009: Wie ein Messerstich traf das Lebenszeugnis von Sheila Harper (Gründerin von SaveOne) mein Herz. Wie eine mächtige Flutwelle einen Damm bricht, so ähnlich brach ein heftiger Schmerz  die verhärtete Schale meiner Seele. Woher kam er, wo war er so lange begraben gewesen, so tief, dass ich ihn bis zu jenem Zeitpunkt nicht wahrgenommen oder ihn überhaupt nicht zugelassen hatte? So viele Jahre danach erst flossen die Tränen wie ein Strom. Und auch Fragen tauchten in mir auf. Ich merkte, da war etwas in meiner Vergangenheit geschehen, was ich noch nie verarbeitet hatte.

Ich entschied mich, an einem SaveOne Kurs teil zu nehmen. Ich entschied mich, diesmal meine Seele auf den Operationstisch zu legen, koste es, was es wolle..
Im Operationssaal Gottes im Rahmen des SaveOne Kurses ist alles erlaubt: weinen, zornig sein auf andere oder auf sich selbst, aber auch lachen, alles ist erlaubt, alles muss ans Licht, was bis jetzt versteckt, tief verdrängt war...- aber alles bleibt vertraulich, nichts kommt an die Öffentlichkeit.

Es war nicht immer leicht, es hat Mut verlangt, sich selbst im Spiegel zu betrachten, Dinge beim Namen zu nennen. Aber eines kann ich sagen: es war wirlich alle Mühe wert! Ich bin so froh, dass ich die Einladung Jesu angenommen hatte: "Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter euer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben." (Matt. 11:28) Und ich erlebte, wie sich seine Verheißung: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen." in meinem Leben erfüllte!

Hast du auch einmal (oder vielleicht mehr als einmal) die gleiche Entscheidung getroffen wie ich damals und deine Seele blutet, ob du dir das bewusst bist oder nicht?

Dann möchte ich dich ermutigen: nimm die Einladung an, du wirst es nie bereuen. Es ist wie eine Schönheitsoperation für deine Seele. Fasse Mut und melde dich beim nächsten SaveOne Kurs an.

 

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